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Foto: Rebecca Eberth

Baufortschritt der Biovergärungsanlage

Spatenstich vor einem Jahr: Das ist seitdem alles passiert

Veröffentlichungsdatum: 05.03.2026

Baufortschritt der Biovergärungsanlage in Pennigbüttel

Spatenstich vor einem Jahr: Das ist seitdem alles passiert

Genau ein Jahr ist es nun her, dass die Baustelle der Kommunalen Entsorgungsanstalt Nord-Niedersachsen (KENN) am 5. März 2025 feierlich mit dem ersten Spatenstich eröffnet wurde. Nun informieren die Träger über den Fortschritt des Baus der Biovergärungsanlage auf dem Gelände des Entsorgungszentrums in Pennigbüttel.

 

Die KENN ist ein 2020 gegründetes Kooperationsprojekt der Landkreise Cuxhaven, Osterholz und Verden sowie der Stadt Cuxhaven – mit dem Ziel der ökologisch nachhaltigen Bioabfallverwertung. Zu diesem Zweck wird eine Biovergärungsanlage gebaut, in der durch die Vergärung der Bioabfälle aus den oben genannten Kommunen Biogas und Kompost entstehen. Biogas ist eine erneuerbare Energie und damit ein vollwertiger sowie gleichzeitig klimaneutraler Ersatz für Erdgas. Das bedeutet: Aus dem Inhalt der Biotonnen – ob Rasenschnitt, Laub oder Lebensmittelreste – wird umweltfreundliches Biogas erzeugt, das ins regionale Netz eingespeist wird. Außerdem bleibt als Endprodukt hochwertiger Kompost, der als ökologischer Dünger im Landbau und dem heimischen Garten zur Bodenverbesserung eingesetzt werden kann.

 

Seit dem Spatenstich hat sich viel getan auf dem Gelände des Entsorgungszentrums in Osterholz: Wo einst Kunden ihren Gartenabfall auf dem großen Grünabfallplatz vor der alten Restabfallbehandlungshalle entluden, stehen heute zwei orangene Baukräne und der Rohbau der neuen Anlage. Ein Teil einer alten Halle ist übrig, da dieser umgenutzt und in die neue Biovergärungsanlage integriert wird. Zukünftig werden in dem neuen Teil, den Fermenter-Tunneln, die Bioabfälle unter Luftabschluss vergoren und anschließend in dem alten Teil belüftet nachkompostiert. Neben dem Bau der Fermenter-Tunnel wurden außerdem die meisten unterirdischen Bauarbeiten ebenfalls abgeschlossen. So wurden vier neue Löschwassertanks installiert und eine Möglichkeit für das Versickern von Regenwasser geschaffen.

 

„Der hartnäckige Winter verzögerte leider den Fortschritt der Anlage. Die Plusgrade der vergangenen Tage markierten den Startschuss nach der Winterpause.", zieht Christof von Schroetter, Vorstand der KENN, ein Zwischenfazit. „Wir freuen uns, das Projekt an vielen Stellen ökologisch immer noch einen Schritt nachhaltiger umsetzen zu können, wie beispielsweise bei der Einsparung von neuem Beton durch die teilweise Umnutzung der Bestandsbauten."

 

Da für das Verarbeiten von Beton konstante Plusgrade benötigt werden, konnte die Baustelle erst zu Beginn der letzten Februar-Woche wieder Fahrt aufnehmen. Nachdem das Dach der Fermenter-Tunnel sich in der Fertigstellung befindet, geht es in den kommenden Wochen weiter mit dem nächsten Bauabschnitt: Dem Bau der neuen Annahmehalle. Hier werden später die Bioabfälle sowie der Grün- und Gartenabfall aus den vier Kommunen abgeladen und auf Störstoffe kontrolliert, bevor sie in die Anlage gebracht werden.