Dänischer Zulieferer investiert bis zu 4,5 Millionen Euro
Land fördert neue Produktionsstätte von Jupiter Bach in Cuxhaven mit 650.000 Euro
Cuxhaven stärkt seine Position als bedeutender Standort der internationalen Windenergiebranche. Das Land Niedersachsen unterstützt den Neubau einer Produktionsstätte des dänischen Unternehmens Jupiter Bach mit 650.000 Euro. Den Förderbescheid übergab Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne persönlich am künftigen Standort an der Baumrönne.
Jupiter Bach investiert bis zu 4,5 Millionen Euro in den neuen Standort. Auf einem rund ein Hektar großen Grundstück in unmittelbarer Nähe zu Siemens Gamesa entsteht zunächst eine rund 1.000 Quadratmeter große Montagehalle. Eine spätere Erweiterung um weitere 1.000 Quadratmeter ist bereits bei der Planung berücksichtigt.
„Die Ansiedlung von Jupiter Bach ist ein starkes Signal für den Wirtschaftsstandort Cuxhaven und insbesondere für unsere Kompetenz im Bereich der erneuerbaren Energien“, sagt Oberbürgermeister Uwe Santjer. „Die Entscheidung des Unternehmens für Cuxhaven zeigt, dass unsere Stadt entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Windenergie attraktive Bedingungen bietet. Die Förderung des Landes ist zugleich eine wichtige Anerkennung für die Entwicklung unseres Industriestandorts.“
Die Produktion in Cuxhaven ist bereits angelaufen. Jupiter Bach montiert derzeit rund vier sogenannte Gondelkeller pro Woche – zentrale Bauteile für Windenergieanlagen. Bis zur Fertigstellung der eigenen Produktionshalle nutzt das Unternehmen eine Übergangslösung bei Cuxport. Die Vermittlung erfolgte durch die Cuxhavener Wirtschaftsförderung und steht beispielhaft für die enge Zusammenarbeit der Unternehmen und Akteure im Cuxhavener Hafen.
Auch Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne betonte die Dynamik am Standort: In Cuxhaven würden Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Hafen eng zusammenarbeiten, um neue Investitionen und industrielle Wertschöpfung zu ermöglichen.
Jupiter Bach beschäftigt weltweit rund 1.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ist mit zwölf Standorten in sieben Ländern vertreten. Das Unternehmen blickt auf mehr als 30 Jahre Erfahrung zurück und hat nach eigenen Angaben weltweit mehr als 75.000 Windenergieanlagen mit GFK-Bauteilen und Verkleidungen ausgestattet. Zu den Kunden gehören die großen Turbinenhersteller Siemens Gamesa, Vestas, Nordex und GE Vernova.
Mit dem neuen Werk wird Cuxhaven zum sechsten Montagestandort des Unternehmens weltweit. Die unmittelbare Nähe zu Siemens Gamesa unterstreicht die Bedeutung Cuxhavens als Standort für die Windenergieindustrie und die damit verbundenen Lieferketten.
Die Fertigstellung und Einweihung der neuen Produktionsstätte ist für Anfang kommenden Jahres vorgesehen. Für Oberbürgermeister Uwe Santjer ist die Förderung ein weiterer wichtiger Schritt: „Jede Investition in moderne industrielle Arbeitsplätze und nachhaltige Technologien stärkt Cuxhaven. Wir freuen uns, Jupiter Bach auf diesem Weg begleiten zu können und sehen in der neuen Produktionsstätte einen weiteren Baustein für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts.“
