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Elbvertiefung: Verklappung vor Insel Scharhörn geplant

Cuxhavens Oberbürgermeister Uwe Santjer lehnt Hamburger Pläne im Weltnaturerbe strikt ab

Veröffentlichungsdatum: 08.02.2022

Elbvertiefung: Verklappung vor Insel Scharhörn geplant

„Absolut inakzeptabel und verantwortungslos – für Natur, Mensch und Tier“: 
Cuxhavens Oberbürgermeister Uwe Santjer lehnt Hamburgs Verklappungsvorhaben vor dem UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer strikt ab

Die Stadt Cuxhaven um Oberbürgermeister Uwe Santjer verstärkt abermals ihre deutliche Kritik an der geplanten Elbvertiefung und den damit verbundenen Plänen Hamburgs, die anfallenden und belasteten Baggermassen künftig am Rande des Elbfahrwassers vor der Vogelschutzinsel Scharhörn und dem dazugehörigen UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer vor der Cuxhavener Küste zu verklappen. Santjer bezeichnet das Sedimentmanagement im Hamburger Hafen als „absolut inakzeptabel und verantwortungslos“. Große Sorgen macht er sich um die Entwicklung des UNESCO-Weltnaturerbes Wattenmeer, die Meereslebewesen, Mensch und Natur.

 

Hamburger Prüfung der Verbringstelle für Baggergut abgeschlossen

 

Aus einer am Dienstag veröffentlichten Mitteilung der Hamburger Behörde für Wirtschaft und Innovation geht hervor, dass die Hamburg Port Authority (HPA) ein neues Sedimentmanagement für das anfallende Baggergut entwickelt habe, um der Schifffahrt im Hamburger Hafen auch in Zukunft die notwendigen Wassertiefen verlässlich zur Verfügung stellen zu können und die ökologisch nachteilige Kreislaufbaggerei bei Neßsand deutlich reduzieren zu können. Die Untersuchungen der HPA zu einer neuen Verbringstelle in der Hamburgischen Außenelbe nahe der Insel Scharhörn solle nun mit einem positiven Ergebnis zum Abschluss gebracht worden sein, heißt es in der Mitteilung. Weiter teilt die Hamburger Behörde mit: „Alle Prüfungen zeigen fachgerecht, dass erhebliche nachteilige Auswirkungen auf die Umweltschutzgüter, die Nationalparke Wattenmeer – aber auch auf Fischerei und Tourismus – sicher ausgeschlossen werden können. Spürbare Auswirkungen auf die Wattflächen und die Zuwegungen zur Insel Neuwerk sind nicht zu erwarten.“

 

Dieser Auffassung steht Cuxhavens Oberbürgermeister Uwe Santjer jedoch ablehnend gegenüber: „Die Hamburger Pläne sind absolut inakzeptabel und verantwortungslos – für Natur, Mensch und Tier. Bereits in der Vergangenheit kam es vor der Küste Cuxhavens durch die steigende Verschlickung zu dramatischen Veränderungen des Wattenmeeres. In Zeiten des Klima- und Naturschutzes sind die Hamburger Verantwortlichen dabei, eine fatale Entscheidung zu treffen. Durch die zusätzlich geplante Verklappung an der naheliegenden Vogelinsel Scharhörn wird der Schutz des einzigartigen und als UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer anerkannten Gebietes angegriffen. Das können und wollen wir nicht zulassen. Cuxhaven wird sich mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln dagegen zur Wehr setzen.“

 

Unterstützung für Cuxhaven vom niedersächsischen Umweltminister Olaf Lies und der Kommunalpolitik

 

Unterstützung erhält das Cuxhavener Stadtoberhaupt von der Niedersächsischen Landesregierung um Umweltminister Olaf Lies sowie aus der Cuxhavener Ratspolitik und verschiedenen Umweltverbänden. Allesamt treten sie den Hamburger Plänen ablehnend gegenüber.

 

Alternativen zur Elbvertiefung und Verklappung sieht Cuxhavens Oberbürgermeister Santjer weiterhin in Hafenkooperationen der norddeutschen Küstenländer. „Wenn die Stärken und Chancen der norddeutschen Häfen gebündelt werden, dann kann auch die Küstenregion wettbewerbs- und konkurrenzfähig gegenüber europaweiten Standorten bleiben“, ist Santjer überzeugt, „dafür bietet die Region eine passende Infrastruktur zu Wasser, auf der Straße und der Schiene.“

 

Cuxhaven bittet Hamburger Vertreterinnen und Vertreter zum Gespräch

 

Bereits in Kürze kommen Vertreterinnen und Vertreter aus Cuxhaven und Hamburg zum Gespräch zusammen, um das angekündigte Vorhaben der Hansestadt vor Scharhörn im direkten Austausch zu bewerten.