Land Niedersachsen fördert Neubau des Hafenzubringers in Cuxhaven
30 Millionen Euro für leistungsfähige Hafenanbindung im Deutschen Offshore-Industrie-Zentrum
Das Land Niedersachsen fördert den Neubau des Hafenzubringers in Cuxhaven mit 30 Millionen Euro. Mit dieser Investition wird ein zentrales Infrastrukturprojekt realisiert, das die Anbindung des Hafens stärkt und die weitere Entwicklung des Deutschen Offshore-Industrie-Zentrums (DOIZ) nachhaltig sichert.
Mit dem Projekt entsteht eine kreuzungsfreie Straßenverbindung über eine Brücke, die das Hafen- und Industriegebiet direkt miteinander verbindet. Sie ist ein entscheidender Baustein, um den steigenden logistischen Anforderungen der Offshore- und Onshore-Windenergie gerecht zu werden. Insbesondere die wachsenden Dimensionen von Turbinenhäusern, Rotorblättern und weiteren Großkomponenten machen eine moderne und tragfähige Verkehrsanbindung unerlässlich. Die Anbindung ist dafür ausgelegt und kann Lasten von bis zu 5.000 Tonnen aufnehmen.
Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne: „Mit dieser neuen Hafenstraße sichern wir Cuxhavens Rolle als Schlüsselstandort für die Offshore-Windenergie und stärken gleichzeitig die wirtschaftliche Entwicklung der gesamten Region. Leistungsfähige Verkehrswege sind die Grundlage dafür, dass Unternehmen investieren, Arbeitsplätze entstehen und die Energiewende gelingen kann. Gerade für die Offshore-Windenergie brauchen wir Häfen, die den technischen Anforderungen der nächsten Jahre gewachsen sind.“
Das Gesamtvolumen der Maßnahme beträgt rund 87,9 Millionen Euro. Der Förderanteil des Landes liegt bei 34,12 Prozent. Der Bau ist für den Zeitraum von Juli 2026 bis Dezember 2029 vorgesehen. Zusätzlich hat die Stadt Cuxhaven weitere Fördermittel nach dem Niedersächsischen Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (NGVFG) beantragt.
In den vergangenen Jahren wurden am Standort Cuxhaven bereits insgesamt rund 1,6 Milliarden Euro investiert. Diese Summe verdeutlicht eindrucksvoll, welche dynamische Entwicklung das DOIZ genommen hat. Weltmarktführer wie Siemens Gamesa, Titan Wind oder Jupiter Bach haben sich in Cuxhaven angesiedelt oder ihre Kapazitäten erheblich ausgebaut. Die Kombination aus Hafen, Industrieflächen und Know-how hat Cuxhaven zu einem international bedeutenden Standort der Windenergie gemacht.
Mit der Schaffung weiterer Flächen im Hinterland der Kaikante wächst nun auch der Bedarf an einer leistungsfähigen Infrastruktur. Die neue Hafenanbindung ist daher ein notwendiger Schritt, um die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts langfristig zu sichern und weiteres Wachstum zu ermöglichen.
Cuxhavens Oberbürgermeister Uwe Santjer zeigt sich erfreut über die zugesagte Förderung: „Die 30 Millionen Euro sind ein starkes Signal und ein klarer Beleg für die erfolgreiche Arbeit, die wir in den vergangenen Jahren gemeinsam mit Bund, Land, Wirtschaft, Politik und Verwaltung geleistet haben. Diese Förderung bestätigt den eingeschlagenen Weg und gibt uns Rückenwind für die nächsten Schritte. Mit dem Neubau des Hafenzubringers stellt Cuxhaven die Weichen für die Zukunft. Ziel ist es, den Standort weiter zu etablieren, zusätzliche Wertschöpfung zu generieren und neue Arbeitsplätze zu schaffen. Wir werden weiter hart daran arbeiten, Cuxhaven für die nächste Generation als starkes, nachhaltiges und lebenswertes Zuhause der Zukunft zu gestalten.“
Mit der weiteren Entwicklung des DOIZ und der geplanten Erweiterung der Gewerbeflächen rechnet die Region langfristig mit bis zu 2.500 zusätzlichen Arbeitsplätzen. Neben diesen direkten Effekten werden auch spürbare Impulse für den Wohnungsbau, die kommunale Infrastruktur und Dienstleistungen erwartet.
Niedersachsens Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne (r.) überreichte am Dienstag in Cuxhaven die Förderung an Oberbürgermeister Uwe Santjer. Foto: Stadt Cuxhaven
Der neue Hafenzubringer im Deutschen Offshore-Industrie-Zentrum (DOIZ) in Cuxhaven wird mit 30 Millionen Euro vom Land Niedersachsen gefördert. Grafik: Agentur für Wirtschaftsförderung Cuxhaven/Stadt Cuxhaven
