Diese Seite drucken
 

Stadtteilarbeit

Der Aufgabenkatalog der Stadt Cuxhaven ist zwar schon sehr umfangreich, leider gibt es dennoch Aufgaben, die nicht in unseren Zuständigkeitsbereich fallen. Im folgenden sind alle Leistungen aufgeführt, zu denen Ihnen bei der Stadt Cuxhaven ein Ansprechpartner zur Verfügung steht.
Sollten Sie einmal eine Aufgabe hier nicht finden, hilft Ihnen der Bürger- und Unternehmensservice Niedersachsen (BUS) weiter. Dort müssen Sie lediglich den Suchbegriff eingeben und es wird Ihnen der richtige Ansprechpartner für den Raum Cuxhaven angezeigt.

Ihr/e Ansprechpartner/in: Telefon: E-Mail:
Christina Pineiro-Gomez 04721 700671 E-Mail an diese Mitarbeiterin / diesen Mitarbeiter verfassen. Details
Andrea Gehrt 04721 700677 E-Mail an diese Mitarbeiterin / diesen Mitarbeiter verfassen. Details

Allgemeine Aufgaben und Strukturen der Stadtteilarbeit:

 

In den letzten Jahren hat sich in einigen Stadtteilen Cuxhavens eine intensive Stadtteilarbeit etabliert. Bei dieser Form der Gemeinwesenarbeit geht es um Linderung, Verhinderung oder Beseitigung der Probleme von Menschen, die in einem sozialgeografisch definierten Raum wie einem Stadtteil leben und denen nicht ausreichend Ressourcen zur Verfügung stehen, um die eigenen Interessen selbständig nachdrücklich vertreten zu können. Die individuellen sozialen Problemlagen der Bewohnerinnen und Bewohner eines Stadtteils haben in der Regel einen strukturellen Hintergrund. Daher verknüpft die Stadtteilarbeit auf Grund der Problemzusammenhänge die sozialen Ziele mit ökonomischen, räumlichen, baulichen, ökologischen, rechtlichen und kulturellen Zielen.

 

Im Mittelpunkt der Stadtteilarbeit steht die Schaffung und Stärkung von sozialen Netzwerken, um in ressortübergreifenden Kooperationen die Lebensqualität benachteiligter Menschen und Gruppen zu verbessern, soziale Konflikte zu bearbeiten und die Beteiligung benachteiligter Menschen an Prozessen im Stadtteil zu fördern.

 

Vor diesem Hintergrund wird deutlich, dass die methodischen Konzepte der Stadtteilarbeit sich jeweils an den Gegebenheiten und Situationen vor Ort orientieren, prozesshaft angelegt werden und somit zwangsläufig sehr unterschiedlich sind.

 

Da bei der Stadtteilarbeit die Förderung und Unterstützung der Selbstorganisation und Eigeninitiative sowie die Orientierung an den Bedürfnissen und Interessen der Menschen und das Ernstnehmen gerade auch alltäglicher Themen im Vordergrund steht, handelt es sich um ausgesprochen dynamische Prozesse, mit denen auf die aktuellen Entwicklungen im Stadtteil reagiert wird.

 

Situation in der Stadt Cuxhaven:

 

In der Stadt Cuxhaven gibt es in zahlreichen Orts- bzw. Stadtteilen historisch gewachsene Strukturen und Angebote von Vereinen und Kirchengemeinden, die für die Bewohnerinnen und Bewohnern ausreichend sind. Daneben hat sich bereits Ende der 90er Jahre aus Initiativen engagierter Ehrenamtlicher in Ritzebüttel, Süderwisch und Altenwalde sowie vor zwei Jahren in Altenbruch eine Stadtteilarbeit entwickelt, mit der auf die jeweiligen Bedarfslagen reagiert werden konnte. So stehen in Süderwisch und Ritzebüttel unzweifelhaft Sozialindikatoren wie Arbeitslosigkeit, minderjährige Alleinerziehende sowie der Anteil von Mitbürgerinnen und Mitbürgern mit Migrationshintergrund im Vordergrund, während in Altenwalde und Altenbruch immer wieder delinquentes Verhalten Jugendlicher zu Problemen führte.

 

Altenbruch:
Unter dem Namen „Bumerang“ wurde unter Federführung der Kirchengemeinde Altenbruch ein sich durch verschiedene Methoden auszeichnendes Projekt installiert. Diese Methoden finden ihre Schwerpunkte sowohl in der aufsuchenden als auch in der offenen Arbeit und den wöchentlichen Treffen der Jugendgruppe, in Erlebnispädagogik, Einzelbegleitung und Beratung, musischen, kulturellen und sportlichen Angeboten und Freizeiten. Mit der Stadtteilkonferenz ist ein Instrument zur Vernetzung aller handelnden Personen und involvierten Institutionen eingerichtet worden, das sich u. a. zum Ziel gesetzt hat, die Bedarfslagen der Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtteils zu ermitteln und die Angebote darauf auszurichten.

 

Altenwalde:
Gleichfalls in kirchlicher Trägerschaft wird in Altenwalde seit dem Jahre 2006 das Projekt „Meet“ zur Vermeidung delinquenten Verhaltens, wie es sich beispielsweise in der Vergangenheit häufig im Bürgerpark gezeigt hat, durchgeführt. Hierfür stehen insgesamt neun Stunden pro Woche für die direkte Ansprache und den Kontakt zu Jugendlichen und jungen Erwachsenen zur Verfügung. Die milieu- und cliquenorientierten Angebote richten sich an bereits auffällige oder gefährdete junge Menschen, die für die bestehenden Hilfs- und Beratungsangebote nicht mehr erreichbar sind. Mit einbezogen in diese Arbeit mit ihrem niedrigschwelligen Ansatz werden auch die Eltern und Familienangehörigen, wodurch eine effektive Verzahnung mit den Hilfs- und Beratungsangeboten in Cuxhaven gewährleistet ist.

 

Ritzebüttel:
Der Verein Ritzebüttel aktiv e.V. führt seit mehreren Jahren mit einer Vielzahl von Ehrenamtlichen die Stadtteilarbeit in diesem Quartier durch. Dies geschieht in Kooperation und mit finanzieller Unterstützung mit der Siedlungsgesellschaft Cuxhaven AG. Zentrum der Arbeit vor Ort ist der „Stadtteilladen“ am Lappeplatz, der für die Bürgerinnen und Bürger Anlaufpunkt für Beratungs- und Hilfsangebote geworden ist und in dem zum großen Teil die Projekte stattfinden. Die Zielgruppen umfassen neben Kindern und Jugendlichen bei Bedarf auch geschlechtsspezifische Gruppen ebenso wie Seniorinnen und Senioren oder altersgemischte Gruppen. Durch die Aufnahme des Quartiers in das Förderprogramm „Soziale Stadt“ werden besondere Anforderungen an den Verein gestellt, da er hier eine herausragende, intermediäre Rolle in der Netzwerkarbeit zwischen Bewohnerinnen und Bewohnern des Lehfelds und den formell vorgeschriebenen Gremien und Beteiligungsinstrumenten der „Sozialen Stadt“ einnimmt.

 

Süderwisch:
Auch in diesem Stadtteil wird die Gemeinwesenarbeit seit mehreren sehr erfolgreich von einem Verein geleistet, dem als „Wir in Süderwisch e.V.“ in der Küddowstraße eine Wohnung als „Begegnungszentrum“ zurzeit noch mietfrei zur Verfügung steht. Im Begegnungszentrum werden Bewohnerinnen und Bewohnern des Stadtteils bedarfsgerechte und adäquate Möglichkeiten der Qualifizierung, Kontaktaufnahme, Integration, Kommunikation und Beratung angeboten.
Zu den Angeboten der Stadtteilarbeit in Süderwisch gehören u. a. Mutter-Kind-Gruppen, Frauenfrühstück, Sprachförderung, Jugendtreff, Spielangebote für Kinder, PC-/Internet-Kurse, Schularbeitenhilfe, Ferienprogramme und Stadtteilfeste.