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Amtmänner

" In ganz Deutschland gab es keinen so ganz unbeschränkten Gewalthaber, wie jenen Senator, der als Proconsul in dem schönen alten Schloss von Ritzebüttel hauste..."

Mit diesen Worten fasste der bedeutende Historiker Heinrich von Treitschke die außerordentlich weitreichenden Befugnisse eines Ritzebütteler Amtmannes zusammen.


Viele aus der langen Reihe der Amtmänner haben für das hiesige Amt Bedeutendes geleistet, drei von ihnen- allesamt Juristen- werden im Schloss vorgestellt.


Barthold Heinrich Brockes
Der Amtmann Barthold Heinrich Brockes (1680-1747) der ab 1735 fünf Jahre in Ritzebüttel tätig war, ging als Begründer der deutschen Naturlyrik in die Literaturgeschichte ein.
Neben verschiedenen sozialen und wirtschaftlichen Verbesserungen, die er im Lande einführte, begann er, das festungsartige Schlossareal in eine Parkanlage umzuwandeln. Brockes verbesserte das Postwesen nach Hamburg sowie allgemein die Wegeverhältnisse, z.B. nach Brockeswalde und Altenwalde.











Amandus Abendroth
Als Amandus Abendroth ( 1767-1842) am Ende der Franzosenherrschaft 1814 nach Ritzebüttel kam, hatte er seine Fähigkeiten auf verschiedenen Posten im Hamburgs Rat und Verwaltung längst unter Beweis gestellt.
Seiner Erfahrung und außerordentlichen Tatkraft war der wirtschaftliche Wiederaufschwung des Amtes ebenso zu verdanken, wie zahlreiche Reformen und Verbesserungen.










Gustav Heinrich Kirchenpauer
Bald nach seiner Berufung in den Rat, 1843, wurde Gustav Heinrich Kirchenpauer (1808-1887) mehr und mehr Hamburgs Vertreter für die große Politik.
1858 erhielt er die Berufung zum Amtmann in Ritzebüttel. Er war der letzte Amtmann in Ritzebüttel, der im beschaulichen Amt endlich Justiz und Verwaltung trennte und in die Hände von Amtsrichter und Amtsverwalter legte. Er wurde Wegbereiter der Selbstverwaltung der Gemeinden.