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Bedeutung für die Vogelwelt

Das Wattenmeer ist eines der bedeutendsten zusammenhängenden Feuchtgebiete der Welt und bietet einen stets "reich gedeckten Tisch" ...

... für jährlich über 10 Millionen Watt- und Wasservögel. Aus diesem Grunde wird das Wattenmeer nicht nur durch Nationalparke, sondern auch durch internationale Abkommen geschützt.
Im hiesigen Wattengebiet haben vor allem die Inseln Neuwerk, Scharhörn und Nigehörn (Nationalpark "Hamburgisches Wattenmeer") überregionale Bedeutung als Brutgebiet für Seeschwalben und Möwen sowie als Mausergebiet für Brandenten.

Rastvögel und Wintergäste
Vögel
Das Wattenmeer ist für ziehende Wasser- und Wattvogelarten von überragender Bedeutung, insbesondere für die Vogelarten Alpenstrandläufer, Knutt, Kiebitzregenpfeifer, Pfuhlschnepfe, Großer Brachvogel, Rotschenkel und Säbelschnäbler. Dies betrifft nicht nur die Winterbestände, sondern in noch größerem Umfang die Rast- und Mauseransammlungen, die im gesamten deutschen Wattenmeer mehr als eine Million Limikolen betreffen können. Vor der Wurster Küste (zusammen mit den Inseln Neuwerk und Scharhörn) wurden z.B. 44.000 Alpenstrandläufer, 27.300 Knutts, 12.400 Austernfischer und 12.200 Goldregenpfeifer gezählt (Maxima 1986-1990, Angaben des NLÖ, zit. in Zentrale für Wasservogelforschung und Feuchtgebietsschutz 1993).

Die Bedingungen in Rast- und Überwinterungsgebieten ist für ziehende Vögel z.T. entscheidend für die Populationsentwicklung: Störungen in diesen Gebieten führen zu verminderter "Fitness" der Vögel, was einen erfolgreichen Abschluss des folgenden anstrengenden Brutgeschäfts in Frage stellt.

Neben den Wattflächen selbst benötigen die Vögel hochwassersicheres Hinterland als Schlaf- und Nahrungsgebiet. Hierbei sind Vor- und Außendeichflächen sowie die Offenlandgebiete der Marsch von Bedeutung.