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Marsch

Marsch
Die Marsch - das "landgewordene Watt"

Als Marsch bezeichnet man die Landschaft entlang der Küste und im Tidebereich der Flüsse, wo Gezeiten- und Flussströmungen Sedimente ablagerten, so dass ein stetig höher werdendes Schwemmland entstand, das mit der Zeit aus dem Meer "herausgewachsen" ist.


Die Aufhöhung erfolgte nicht gleichmäßig und so entstanden ufernah höhere Bereiche, die als "Hohe Marsch" vom niedriger gebliebenen Hinterland, dem "Sietland" (niederdeutsch "siet" = niedrig, tiefgelegen), unterschieden werden.

Weil die fruchtbaren Böden der Marsch etwa auf dem Niveau des Meeresspiegels liegen, müssen sie für eine menschliche Nutzung durch Deiche geschützt werden.

Kennzeichnend für das weitgehend baumlose Landschaftsbild der Marschen sind die zahlreichen schnurgerade verlaufenden Entwässerungsgräben und –kanäle mit der bereits im Mittelalter entstandenen und bis heute erhaltenen Beetstruktur der Äcker und Grünländer. Als Beete bezeichnet man in der Marsch schmale und oft mehrere hundert Meter lange Parzellen, deren gewölbtes Profil den Wasserabfluss verbessert.

Das Stadtgebiet Cuxhavens hat Anteile an zwei großen Marschgebieten des Elbe-Weser-Raumes, dem Land Wursten und dem Land Hadeln. Diese werden durch den in Nord-Süd-Richtung verlaufenden Geestrücken "Hohe Lieth" getrennt.

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